WB Triesterstraße
Die Idee eines neuen Stadteilzentrums unmittelbar an der Grenze zur Nachbargemeinde Feldkirchen erfordert insbesondere durch die Schallbelastung der angrenzenden Straßen und Eisenbahntrasse eine besondere Betrachtungsweise. Zwei eigenständige und klar differenzierte Baukörper verschaffen dem Ort eine eigene Charakteristik. Der Zentrumsgedanke findet seine städtebaulich-architektonische Entsprechung im weithin sichtbaren Solitärbaukörper an der Kreuzung. Dahinter entwickelt sich eine nach innen terrassierte Blockrandbebauung, die im Kontrast zum umgebenden Lärm eine den BewohnerInnen vorbehaltene Ruhezone umschließt. Mit dichter Bepflanzung und einer flachen aber großen Wasserfläche soll ein Mikroklima mit einer Atmosphäre erzeugt werden, das dem Schutzbedürfnis und dem Wunsch nach Rückzug entspricht. Durch die gewählten Geometrien entsteht jeweils ein Innen und Außen; den Einen als Erholungszone gewidmet, den Anderen als öffentlicher Raum. Die Trennung ist zwingend und gewollt.
Die Nachhaltigkeit des neuen Stadtteilzentrums ist erst nachzuweisen. Dabei werden neue Mobilitätsangebote für die zukünftigen BewohnerInnen von großer Bedeutung sein. Energetisch wird vorgeschlagen, das Gebäude mit Hilfe einer Geothermieanlage in Komibination mit Photovoltaik wärme- und kältetechnisch zu versorgen. Überschüssige Energie im Sommer kann mittels 'free cooling' zur Kühlung der Wasserfläche im Hof herangezogen werden, um ein angenehmes Mikroklima zu gewährleisten. Die Energieentnahme im Sommer wie im Winter ist ausgeglichen. Die gewerblichen Flächen sind um den öffentlichen Raum im Süden situiert, der aufgrund des fließenden Verkehrs etwas von den Straßen zurückversetzt ist. Es sind mehrere kleine Einheiten einschließlich eines Gastronomieangebotes geplant, die Flächen sind jedoch sehr flexibel bespielbar.







