WB Mendelgasse

geplantWohnen

Das neue Quartier bildet städtebaulich eine eigenständige Struktur, die sich in ihrer Ausrichtung an der dominanten Bebauung im Norden orientiert und in ihrer Höhenentwicklung Rücksicht auf die kleinteilige Bebauung der Umgebung nimmt. Die Kombination aus geknickt-linearen und kompakten Baukörpern erhöht einerseits den Anteil an Nord-Süd ausgerichteten Abschnitten sowie deren Abstand zueinander, und erzeugt andererseits einen längs der öffentlichen Wege und quer durch die Baufelder verwobenen Außenraum, der im Wesentlichen in drei Zonen gegliedert ist:
• großzügiger siedlungsöffentlicher Hain im Norden
• zusammenhängender öffentlicher Park im Süden
• sowie eine Pufferfläche für Sport und Spiel im Osten

Die Lärmfreistellung durch die geschlossene Bebauung auf Bauplatz 1 Richtung Osten ist nicht nur hinsichtlich der Unabhängigkeit von Bauplatz 2 günstig, sie bildet auch einen repräsentativen Kopf des Quartiers zur Tangente aus, der zusätzlich die Unterbringung von wertvollen – aber in Wohngebieten problematischen – Sport und Spielflächen ermöglicht.
Durch die Bebauung auf Bauplatz 2 wird die öffentliche Parkanlage komplettiert und lärmtechnisch beruhigt. Der Vorschlag einer seriellen Punktbebauung mit transparenter Schallschutzwand im Osten unterstreicht den Charakter eines offenen Quartiers. Durch die Dimensionierung dieser Baukörper schließt sich die kleinteilige Bebauungsstruktur der Umgebung um das Zentrum der Kernanlage. Über den Wettbewerbsgegenstand hinaus wird eine Fortsetzung dieser Bebauung im südlich angrenzenden Grundstück angeregt.

Trotz des homogenen Charakters der gesamten Anlage lassen sich die einzelnen Baufelder eigenständig entwickeln, wobei die Abstände zu Bestandsbauten im zeitlichen Ablauf jederzeit gewährleistet sind. Neben den geplanten öffentlichen Fuß- und Radwegen wir zusätzlich eine umlaufende Ringerschließung durch die erdgeschoßigen Öffnungen der Baukörper vorgeschlagen. Durch diese Kombination ergeben sich mannigfaltige Möglichkeiten das Quartier zu durchwegen und zu erleben.
Die einzelnen Baukörper sind kompakt geschnitten, wobei die Kombination von einseitiger und Mittelgang-Erschließung die Wirtschaftlichkeit der geplanten Baumaßnahmen erhöht. Durch den Wechsel von ein- und zweihüftigen Abschnitten wird das äußere Erscheinungsbild durch die differenzierte Gliederung der Fassaden attraktiviert.

Projekt Details
Zeitraum 2020
Bauherr:In Stadt Graz
Bruttogeschossfläche 10.600 m²