WB Annenstraße 67
Das Entwurfsmotiv fokussiert auf die Präsenz des Gebäudes im Eckbereich. Die wabenförmige Struktur der Fassade in der Annenstraße bildet die dahinterliegenden Zimmer ab. Das Thema wiederholt sich an der Südseite. Die Tiefe der vorgehängten Betonelemente kontrastiert mit der glatten Oberfläche entlang des Gürtels. Die metallische 'Klammer' verbindet formal das Konferenzzentrum ganz oben mit dem Restaurant. Hinter dem vertikalen Element verbirgt sich eines der beiden Fluchttreppenhäuser. Die anschließende Gitterstruktur in den Proportionen des großen Rasters deckt den Bereich der Laubengänge ab. Die Kombination dieser Elemente ergibt eine großzügige und ausdruckstarke Komposition, die sich im Kontext der mächtigen Nachbargebäude behauptet. Dem zugrunde liegt die prinzipielle Entscheidung, die Zimmerfluchten am Gürtel in den begrünten und ruhigen Innenhof zu orientieren.
Die Organisation der Grundrisse folgt der Logik des Raumprogrammes. Lobby, Cafe und Restaurant werden nach außen präsentiert, wobei die Durchsicht zum Innenhof von beiden öffentlichen Seiten gegeben ist. Die naheliegendste Funktionseinheit, die durch das Flächendefizit im Erdgeschoss in das attraktive Dachgeschoss ausgelagert werden kann, ist das Konferenzzentrum mit Blick auf Schloßberg und Bahnhofsvorplatz. Die vier Räume können für größere Veranstaltungen mit der Lobby davor zusammengeschaltet werden. Den Gästen wird nicht nur ein Überblick über die Stadt geboten, sondern auch die Ruhe und Konzentration in einem klar abgegrenzten Bereich. Die Planung der Zimmer folgt der Ausschreibung. Die ringförmige Erschließung erfüllt die brandschutztechnischen Erfordernisse und ist an zwei der vier Schenkel natürlich belichtet. Der Vorbereich der Lifte wird durch die Sichtbeziehung in den Innenhof aufgewertet.










